Jaja, ein paar Mal habe ich die Detox Kur hier auf dem Blog erwähnt, die ich gemacht habe. Nun folgt hier endlich der Erfahrungsbericht dazu, doch noch! Eine Gwundernase wie ich bin, habe ich zwei verschieden Kuren an je drei Tagen versucht. Dazu habe ich mir extra einen Entsafter gekauft, damit ich die Säfte selber machen kann. Ist übrigens noch immer günstiger, als die Säfte z.B. von Biotta fertig zu kaufen. Und selbst gepresst schmecken sie auch noch viel besser.

DSC_0021

Kur 1

Ich als Detox Anfänger, wollte mich selbst nicht gleich ins kalte Wasser werfen. So wollte ich in der ersten Woche nicht gleich übertreiben, und so gab es am Morgen immer ein Frühstück und die restlichen Mahlzeiten wurden mit Saft ersetzt. Das war eine weise Entscheidung, ich hatte so viel weniger Hungergefühle. Obwohl ich sagen muss, dass es mit dem Frühstück eben nicht richtig als Entgiften galt. Beim Entgiften geht es ja darum, dass der Darm Ruhe hat, und statt feste Nahrung zu verarbeiten, Giftstoffe entsorgt. Und damit das Kraftwerk mit Volldampf arbeiten kann, sollte nur Flüssiges getrunken werden.

Zum Frühstück gab es Proteine und gesunde Fette, denn die halten lange satt. Mit den Säften jonglierte ich mit den Zutaten, jedoch waren sie zu stark gemüselastig. Das heisst, sie waren nicht so lecker. Aber Karottensaft schmeckte erstaunlich gut, ebenso Säfte, die ein kleines Stück Ingwer enthalten waren auch nicht schlecht. Am Vorabend mixte ich jeweils die Säfte für den ganzen nächsten Tag. Es brauchte eine Unmenge an Entsaftermaterial, und die Küche sah im Nachhinein aus wie im Schweinestall.

Wie ich mich fühlte? Ich hatte nicht sooo stark Hunger, aber das Frühstück war jeden Tag das Highlight. Ich bekam jedoch starke Kopfschmerzen, ich hatte das Gefühl mein Hirn zerspringt nächstens. Das kam vom Koffeinentzug. Kein Kaffee. Wie hart für Nadine Kaffeetante. Am ersten Tag hatte ich ständig Lust nach Poulet, am zweiten Tag war es Pizza und am dritten Tag war es Hamburger. Keine Ahnung wieso, esse ich ja sonst auch nicht =)

Als ich am vierten Tag am Mittag etwas kochte, war das ein herrliches Gefühl. Und ich war nach einer kleinen Portionen schon sehr satt.

DSC_0009

Kur 2

Jetzt ging es hart auf hart, bei Kur 2 hiess es, 3 Tage nur Flüssiges. Als Vorbereitung habe ich mir zu Beginn leckere Saftrezepte herausgesucht. Dieses Mal sollten die Säfte besser schmecken. Der erste Tag verlief mehr oder weniger problemlos, ausser dass ich im Training im Velodrome praktisch nicht velofahren konnte. Null Energie, null Antrieb. Wirklich null, das habe ich noch nie erlebt. Tag 2 begann nicht schlecht, wäre da nicht das ständige Hungergefühl gewesen. Es verfolgte mich penetrant und liess mich nie im Stich =) Es brauchte sehr viel Kraft standzuhalten, denn während diesen Tagen war im Geschäft die Hölle los, und das verlangte ebenfalls viel an Energie. Tag 3 geschah es dann. Ich gab auf. Der Stress bei der Arbeit, das ständige Hungergefühl zerrte an Nerven und Energie, und so konnte ich nicht anders und ass etwas zu Mittag. Welche Erleichterung! Es ging mir sogleich wieder besser… Und es stimmte so!

DSC_0015

Fazit

Es soll ja Leute geben, die ziehen eine solche Saftkur eine Woche, 10 Tage oder noch länger durch. Natürlich, das Gefühl im Nachhinein, auch nach nur 3 Tagen, ist toll. Man fühlt sich so gesund, und hat richtig das Bedürfnis möglichst gesund zu essen. Ich finde es hat mir etwas gebracht, nämlich in Bezug auf das bewusste Essen. Du kannst dir wie einen leichten Entzug vorstellen, man ist danach mit weniger zufrieden. Viele wollen eine solche Kur machen, um auf den Frühling hin ein bisschen an Speck zu verlieren. Völliger Humbug wenn ihr mich fragt, der Jojo Effekt ist brutale Realität. Eine Detox Kur ist dazu da, um den Körper zu entgiften, Schadstoffe und Schlacke auszuschaffen. Ich kann die abgespeckte Variante empfehlen, also Kur 1. Insbesondere für Arbeitende und Sportler macht es Sinn, zu Energie zu kommen um den Alltag zu bewältigen. Und man leidet nicht so sehr =)

♥Nadine

Advertisements