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Momentan total am Aufkommen und im Trend ist das sogenannte Faszien Training. Was das genau ist und wie es funktioniert erkläre ich in diesem Beitrag. Ich habe es selber eine Zeit lang ausprobiert und bin eigentlich positiv überrascht!

Faszien

Faszien sind eher unter dem Begriff Bindegewebe bekannt. Sie umhüllen netzartig den ganzen Körper und sind häufig ein Entscheidungsträger unserer Gesundheit. Elastische und gesunde Faszien sind wichtig für das Wohlbefinden und einen gut trainierten Körper. Sie halten den ganzen Körper zusammen und sorgen dafür, dass alle Organe an ihrem Ort bleiben. Das Gewebe dient als wichtiger Wasserspeicher, und es führen nicht nur Blutgefässe, sondern auch Lymphgefässe durch das Fasziengewebe. Diese werden durch unsere Muskelbewegungen bewegt. Machen wir das zu wenig, verkleben diese Faszien. Aber auch könnte Stress ein Auslöser sein für solche Verklebungen. Länger anhaltende Verspannungen können sogar den Lymphfluss behindern. Verklebte Faszien lösen Beeinträchtigungen der Flexibilität, der Zugkraft und die Bewegungsfähigkeit der betroffenen Muskeln aus. Dies kann starke Schmerzen verursachen, nicht wenig sind verklebte Faszien der Auslöser für Rückenschmerzen, insbesondere bei nicht sehr bewegungsfreudigen Menschen.

Verklebte Faszien sind nicht nur schmerzhaft, sondern können auch schwerere Folgen haben. Da dieses Gewebe die Organe mit einem Netz umhüllt, können somit Nährstoffzufuhr und auch die Blutzufuhr beeinträchtigt werden.

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Viele Sportler schwärmen aufgrund von Faszientraining von Leistungssteigerung und mehr Geschmeidigkeit. Wieder andere behaupten, man kann damit die Orangenhaut wegrollen, also falls man überhaupt hat =)

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Meine Erfahrung: Mein Körper bot sich als quasi perfektes Testobjekt an. Ständige Verklebungen am Rücken und verhärtete Muskeln plagen mich sowieso schon lange. So kaufte ich mir eine so genannte Blackroll. Es gibt auch Übungen ohne Rolle, ich finde das Training aber einfacher mit Rolle, da kann nicht viel falsch gemacht werden. Fast jeden Tag rollte ich darauf gezielt die Muskeln weich. Fazit? Das Körpergefühl ist besser und die Muskeln weicher. Nach einer strengen Laufeinheit fühlen sich die Beine nach dem Rollen wieder viel leichter an. Aber… das Rollen ist sehr schmerzhaft, auf jeden Fall machte ich diese Erfahrungen. Von anderen hörte ich, dass es nach etwa 3 Mal nicht mehr wehtut, davon merkte ich aber nichts. Ich rolle noch heute mit zusammengebissenen Zähnen, so weh tut es. Aber um euch zu beruhigen, ich bin ein Spezialfall. Mein Gewebe ist auch nach meinen regelmässigen Therapien wieder verklebt. Ob ich es euch empfehlen kann? Aber sicher! Die Blackroll ist wirklich toll, und ergibt mit wenig Aufwand einen grossen Effekt. Dass das Rollen aber das Dehnen nicht ersetzt, muss hier auch noch erwähnt werden. Faszientraining eignet sich besonders für sehr aktive Läufer zur Regeneration.

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Das sagen die Experten: Faszien Training soll nicht durch das effektive Training ersetzt werden, sondern es soll als Ergänzung gemacht werden. Das Rollen fördert durchaus die Beweglichkeit. Dazu sollte etwa 2-3 Mal in der Woche 10 Minuten gezielt gerollt werden. Es spricht aber nichts dagegen, jeden Tag kurz zu rollen, oder einmal in der Woche dafür intensiver.

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Die Blackroll findet man inzwischen in fast allen Sportfachgeschäfte, vor kurzen habe ich sie sogar bei Weltbild gesichtet. Sie kostet meist zwischen 45 und 50 Franken. Beim Kauf einer Rolle ist eine Anleitung für Übungen gleich dabei.

Nun wünsche ich euch viel Spass beim Rollen =)

♥Nadine

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