Von geben und nehmen

Liebe Leute, herzlich willkommen im neuen Jahr! Nun schreiben wir schon 2016. Wollen wir so weitermachen wie bisher? Ja vielleicht, nur ein bisschen anders. Die neue Devise heisst: bitte geben statt nehmen.

Sicherlich haben alle viele tolle Geschenke bekommen zu Weihnachten. Oder vielleicht hättet ihr statt der neue Esprit Duft lieber den von Gucci gewollt. Und was nützen einem neue Kopfhörer wenn das Handy nicht das neuste ist? Wir leben definitiv im Überfluss, nehmen wo wir können, profitieren wo es geht. Unser Lifestyle Niveau ist erstaunlich hoch, viel zu hoch. Wir sind viel zu verwöhnt, ich inklusive, nehme mich da nicht raus. Eigentlich brauchen wir alle nichts, wir haben alles und noch viel mehr. Es ist an der Zeit umzudenken, an der Zeit den Spiess umzudrehen, geben statt nehmen. Es würde uns doch viel glücklicher machen, nichts ist verheerender für unser Glücksbefinden als der Überfluss. Früher habe ich mich enorm über ein Buch gefreut, meine Mundwinkel waren den ganzen Tag steil nach oben gebogen, ich konnte mich richtig daran erfreuen. Und heute? Ich schätze es unheimlich, doch wenn wir alle ehrlich sind: über ein Buch freut man sich heute nicht mehr sonderlich, es ist einfach nur noch ok. Mit dem Überfluss kam noch hinzu, dass wir das Dankbar sein verlernt haben. Und so bereiten uns kleinen, alltäglichen Sachen keine Freude mehr, sie gehen an uns vorbei, ohne dass wir es merken.

Nun haben wir wirklich genug genommen, jetzt geben wir zurück. Keine Geschenke und Gefallen von materiellem Wert, sondern Taten und vor allem etwas, Zeit. Sie ist eigentlich das Wertvollste, was man einem schenken kann. Indem man andere Menschen glücklich macht, ist man selber doch auch glücklich. Es kostet nichts und ist trotzdem von grösserem Wert, zudem kommt es von Herzen. Koche für jemanden, der es total nicht erwartet. Biete dich als Taxi an mitten in der Nacht. Überrasche deine Freundin mit einer Schnitzeljagd durch den Wald. Putze das Auto deines Vaters. Begleite die ältere Nachbarin auf einen Spaziergang. Hüte die Kinder deines Kollegen. Es gibt so viele Wege und Möglichkeiten jemandem zu lächeln zu bringen. Kein Geld der Welt holt dir die gleiche Aufmerksamkeit und Liebe zurück.

Freue dich auf das neue Schenken, auf das Lächeln, das zu dir zurück kommt.

♥Nadine

 

 

 

 

 

 

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Nebelgrau…

Dicker Nebel hängt schwer über den Hausdächern, in der Entfernung brummt leise ein Auto vorbei. Ich ziehe mir die Decke noch ein bisschen weiter über die Ohren, möchte nicht aufstehen, einfach nur schlafen. Als ich eine Weile lang die weisse Decke angestarrt habe, prasseln dicke Tropfen gegen das Fenster. Widerwillig stehe ich auf, schlüpfe in meine bequemste Hose und tapse die Treppe runter in die Küche. Noch halb blind und den Schlaf in den Augen, taste ich nach meiner Lieblingskaffeetasse. Das erste Lächeln huscht mir über das Gesicht. Nach dem ersten Tropfen heissen Koffeins, fühle ich mich ein kleines bisschen lebendiger. Schlapp lasse ich mich auf einen Stuhl plumpsen und starre aus dem grossen weiten Fenster hinaus. Nichts als weisse Suppe da draussen, Traurigkeit in Ausdrucks des Himmels. Da hängt sie schwer und breitet sich ungefragt aus. Ich schüttle den Kopf, den ganzen Körper. Weg mit der Frust die an mir klebt und mich nicht wieder verlassen will. Weg mit der Trübsinnigkeit, die auf die Schultern drückt. Trist, grau und langweilig.

An solchen Tagen hängt man gerne den eigenen Gedanken nach, träumt von den eigenen Vorstellung, von einem perfekten Leben. Man fühlt sich vom Schicksal benachteiligt, meine Gefühlen tanzen Melancholie. Ich schliesse die Augen, und lasse mich von Träumen auf Wolken tragen…

Die Träume handeln von einem besseren Leben, von mehr Geld, mehr Ferien, mehr Freiheiten. Wir haben alles und möchten mehr. Viel mehr. Wann ist genug denn genug? Wer sagt, wann das Mass voll ist, merken wir es erst, wenn es schon längst überläuft? Wir Menschen sind nimmersatt, und Trieb und Hang zum Perfektionismus lässt uns herumirren. Wir laufen im Kreis und suchen nach dem Ultimativen, nach noch besseren Taktiken, nach der teureren Uhr. Aber auch die teuerste Uhr tickt.

Warum träumen wir nicht von kleineren Dingen, sondern immer nur vom Jackpot?

Wir alle haben Träume, manche gross, manche klein. Manche eher zaghaft, andere wiederum protzig. Manche träume sind realistisch, manche nie zu erreichen. Manchmal merkt man erst zu einem vergangenen Zeitpunkt, dass man den Traum gelebt hat. Im besten Fall erwacht man während eines wunderschönen Traums, und merkt, dass der Traum genauso weitergeht.

Wenn ich gross bin, werd ich ein zufriedener Mensch.

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Eine herrlich süsse Sünde: Jogurt Beeren Torte

Man stelle sich vor, es gibt eine Torte, die ist so lecker, dass man gleich zwei Stücke davon essen möchte. Man stelle sich diesen Genuss vor, dieser Moment der Sünde in dem mein süsses Herz vor Freude hüpft. Dieser Moment, in dem man in das besagte Stück Kuchen beisst, und einfach nur pures Glück empfindet. Die Schleckmäuler unter euch wissen sicher genau was ich meine. Hätten doch Torten keine Kalorien, das wäre der Himmel! Vielleicht ist es aber besser so wie es ist, denn so bleibt ein Stück Torte ein spezieller Genuss, für einen Moment des Glück, für einen Augenblick im Himmel…

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Beeren Jogurt Torte

Biskuit

4 Eier

120g Zucker

2 EL warmes Wasser

120g Weissmehl

Jogurtcreme

360g Naturjogurt, stichfest

60g Zucker

1 Briefchen Vanillezucker

5 Gelatineblätter in Wasser eingelegt

2.5dl Rahm

250g Beeren

Beerencreme

250g Beeren

30g Zucker

1 Zitrone, deren Saft

4 Gelatineblätter

Anleitung

Eine Springform vorbereiten.

Eier, Zucker und warmes Wasser zu einer luftigen, dickflüssigen Masse aufschlagen, das kann ein bisschen dauern. Mehl darüber sieben und vorsichtig unterheben. Teig in die Form streichen. Diese dann in den kalten Ofen schieben und etwa 40 Minuten backen bei 180 Grad. Das Biskuit auskühlen lassen. Danach dieses quer halbieren und den Boden mit einem Tortenring auf eine Platte stellen.

Für die Jogurtcreme Jogurt, Zucker und Vanillezucker glattrühren. Gelatine ausdrücken, und in einer Schüssel über kochendem Wasser auflösen, unter den Jogurt mischen. Rahm steif schlagen und unterziehen. Beeren in die gewünschte Form schneiden und ebenso untermischen. Die Masse auf den Biskuitteig geben, glatt streichen und leicht fest werden lassen. Danach den Biskuitteig darauflegen.

Die zerkleinerten Beeren mit dem Zucker und dem Zitronensaft pürieren. Die ausgedrückte Gelatine wieder über kochendem Wasser auflösen und unter das Beerenpüree rühren. Diese Masse dann auf den Tortendeckel giessen und glatt streichen.

Die Torte dann sicher 4 Stunden kühl stellen.

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Ich habe die Zutaten 1.5x gerechnet, da mir eine flache Torte nicht sonderlich gefällt. Der Tortenring war aber dann von der Höhe her seeeeehr knapp! Zudem habe ich auf den Tortenboden Erdbeerkonfitüre gestrichen.

Diese Torte ist doch ideal, um die letzten Sommertage noch zu geniessen. Leider sind die warmen Tage gezählt… Aber wisst ihr was? Herbst ist meine liebste Jahreszeit, darum freue ich mich darauf! Herrliche Rezepte mit Kürbis, Marronen und Äpfel. Blätter die in allen Farben leuchten bevor sie dann vom Baum fällen und denn Waldboden bedecken. Pilze die aus dem moosbedeckten Boden schiessen, und auch Nebel kann etwas sehr schönes sein! Aber bis dahin, geniesst es noch und backt euch eine Beerentorte =)

♥Nadine

Über meinen Tellerrand und noch weiter hinaus…

Bis zu meinem Tellerrand, aber ja nicht darüber hinaus lautet die Devise.

Manche Leute legen ein Verhalten an den Tag, das uns sehr nervt, tun wir aber das gleiche, ist es nicht so schlimm. Wir verzeihen uns selber immer wieder, belügen uns glaubhaft selber mit Ausreden. Wenn ich länger am vereinbarten Treffpunkt auf meine Kollegin warte, ist das nicht ok. Wenn ich aber zu spät komme, empfinde ich das nicht als sehr schlimm, im Gegenteil, es macht mich doch interessant? Nicht. Ein bisschen zu spät kommen ist ok, mit Betonung auf ein bisschen. Ansonsten kann man doch kurz eine Nachricht senden und die Verspätung ankündigen, alles andere ist anstandslos und frech. Das ist nur ein kleines Beispiel aus dem Alltag heraus, das es eigentlich noch recht gut trifft.

Unser Grenzzaun der Denkkapazität, unsere Komfortzone in der oft nur wir selber Platz haben. Beschränktes Denken beschränkt, äxgüse, ist aber so. Vielleicht sollten wir mehr so handeln wie wir gerne selber behandelt werden möchten. Warum nicht an sich selber arbeiten, statt es bei „ich bin eben so wie ich bin“ zu belassen.

Das geht einfacher als es tönt.

Es gibt viele Möglichkeiten andere Menschen gut zu behandeln, alleine mit einem netten Lächeln kommt man oft weiter. Hier ein paar Auszüge aus dem Alltag.

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Anstand

Der Anstand geht irgendwie immer mehr verloren, jeder hat nur noch Augen für sich selber. Statt unbedingt als erstes in den Zug springen zu wollen, sollte dem älteren Herr daneben den Vortritt lassen. Halte die Türe für andere Leute auf, und nicht nur für dich. Und dass im Kino nicht geschwätzt wird, sollte eigentlich klar sein, sonst geht man in ein Cafe.

Respektvoll

Respekt ist Achtung haben vor einem anderen Menschen. Erkenne die Leistung deiner Arbeitsfreunde an, mache einer älteren Person Platz im Bus oder lobe fremde Menschen und dein Umfeld für gute Leistung und zeige dich interessiert an ihnen.

Ehrlichkeit

Ja weisst du, das hab ich eben kurz nebenbei gemacht. Sag doch einfach, dass du die halbe Nacht daran gesessen bist. Oder der Klassiker: Jaja, ich mache das gleich heute Abend, eine Woche später hast du deine Aufgabe immer noch nicht erledigt. Sag doch einfach dass du es gerne machst, aber nicht gleich sofort, da noch andere Sachen anstehen. Das wirkt definitiv vertrauenswürdiger!

 

Freundlichkeit

Der Verkäuferin an der Kasse bevor dass sie es sagt, einen schönen Tag wünschen, und das wird noch mit einem netten Lächeln unterstrichen. Grüsse die Leute die du im Dorf auf der Strasse triffst, auch wenn du sie nicht kennst. Und übrigens, ein Lächeln im Gesicht und geradeaus schauen ist viel schöner als ein hängender Kopf mit Mundwinkel nach unten und aufgesetzten Kopfhörer.

Tolerant

Häufig tolerieren wir Meinungen, Einstellungen und das Äussere unser Mitmenschen nicht. Sie werden schubladisiert, nach Herkunft oder Frisur, nach seinem Hobby oder seiner Werten. Im Gegenzug kannst du nicht von anderen erwarten, dass sie alles an dir toll finden, weil du es ja auch tust. Akzeptiere andere Menschen, du siehst ja nicht hinter die Fassade und weisst nicht was die Hintergründe seiner Geschichte sind.

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Nun wünsche ich euch noch einen wunderbaren, sonnigen Sonntag =)

♥Nadine

International Baking: Jablecznik

Jablecznik… was genau? Für uns ein schwieriger Zungenbrecher, geht in Polen leicht über die Lippen. Der polnische Kuchen besteht hauptsächlich aus leckeren, saftigen Äpfel. Ist doch sehr passend, jetzt wo der Herbst immer näher kommt. Als ich meine polnische Arbeitskollegen nach diesem Kuchen fragte, hatten sie echt keinen blassen Schimmer was ich ihnen mitteilen wollte. So fotografierte ich den Namen im Backbuch und siehe da, jetzt wussten sie welchen ich meine =) Ich muss wohl an meinem Polnisch noch arbeiten. Kurzes Vorwort, kommen wir gleich zur Sache! Achtung, fertig, Backofen!

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Zutaten

300g Mehl

2.5 TL Backpulver

0.5 TL Salz

200g Zucker

120g weiche Butter

2 grosse Eier

1.8dl Milch

4 Äpfel, in schmale Schnitzli oder Ringen geschnitten

1 EL Zucker

1 Msp. Gewürznelkenpulver

40g kalte Butterstückli

Anleitung

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, Springform vorbereiten

In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Salz und 150g Zucker mischen. Die Butter, Eier und Milch zugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Hälfte des Teigs in die Form füllen und mit der Hälfte der Äpfel belegen. 100g Teig abwägen und beiseite stellen. Der restliche Teig über die Äpfel verteilen, und nun der Rest der Äpfel über die zweite Schichte verteilen. Der restliche Drittel über den Kuchen verteilen. Zucker, Nelkenpulver und Butterstückli zu einer grobkörnigen Masse verarbeiten und über die Äpfel verteilen. Den Kuchen nun während 40 Minuten backen. Den noch warmen Kuchen mit dem restlichen Zucker bestreuen. In der Form auskühlen lassen, damit sich der Saft der Äpfel im Gebäck verteilen kann.

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Der Apfelkuchen ist kalt sowie auch warm seeeeehr lecker… Guter Tipp: Mit Schlagrahm wird er noch ein kleines bisschen besser =)

♥Nadine

Meine kleine Auszeit und die Sache mit der Entschleunigung

Seit einer gefühlten Ewigkeit schreibe ich nun wieder einmal. Ich könnte jetzt behaupten, mein Computer hat den Geist aufgegeben, oder ich habe mir bei einem unglücklichen Zufall alle Finger verletzt, so dass ich nicht schreiben konnte. Oder ich könnte euch ja einfach die nackte Wahrheit erzählen, weswegen hier Funkstille herrschte. Das Online-Ich machte ganz einfach eine kleine Pause.

Manchmal braucht man einfach ein bisschen Zeit für sich selbst, eine Auszeit vom Strudel des Alltags. Zeit bei der die Gedanken ungehindert fliessen können und nicht abgelenkt werden. Genau eine solche Pause habe ich mir gegönnt, da es einfach nötig war. Aber nun ist die neue Energie gebündelt und ich bin wieder voller Tatendrang! Ich hoffe ihr seht es mir nach, dass es hier drei Wochen so ruhig blieb!

Manchmal ist das Leben anstrengend, hier Verpflichtungen, da Termine. Der Haushalt muss gemacht werden, der Stapel Arbeit im Büro wächst von Tag zu Tag, Rechnungen müssen gezahlt werden und Prüfungen stehen an. Alles unter einem Hut zu bringen, ist manchmal schwer. Die Last des Leistungsdrucks und der Strudel des Alltags ermüden, und bei manchen schlägt dies gut und gerne an das Gemüt. Um manchmal für kurze Zeit dem Alltag entfliehen zu können, sollte man sich öfters eine Mini-Auszeit nehmen. Sei dies sich kurz mit einer dampfenden Tasse Kaffee auf der Terrasse gemütlich zu machen, oder sei es bei einem entspannten Bad träumen. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten zur Entspannung und dem Leben etwas Tempo rauszunehmen.

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  1. 1. Online Detox

Ständig gibt das Handy an, eine Benachrichtigung, ein Anruf oder eine Push Nachricht. Wir müssen rund um die Uhr erreichbar sein, und wollen auf keinen Fall etwas verpassen. Dafür sollten wir eigentlich genau das Gegenteil tun. Eine Stunde spazieren gehen, selbstverständlich ohne elektronische Geräte. Geht bewusst ohne Handy weg! Plötzlich fallen einem Sachen auf, die vorher ins Unterbewusstsein verschwanden. Man entdeckt das leuchtende Sonnenblumenfeld in der Nähe, das eigentlich schon immer dort war. Eigentlich schade, wenn dies einem entgeht…

2. Me-Time

Sich eine persönliche Auszeit nehmen, etwas tun was einem besonders gefällt und sich bewusst für eine kurze Zeit vom Alltag verabschieden. Plane diese Me-Time bewusst in deinen Alltag ein, und halte diese auch strikt ein! Entspanne dich mit einem guten Buch im bequemen Sessel. Buche eine Massage, oder gehe im Wald Beeren sammeln. Hauptsache es ist etwas, das nur für dich selber ist und du einen Gang tiefer schalten kannst.

3. Lerne nein zu sagen

Natürlich erledige ich das für dich, mache ich gleich morgen. Na klar helfe ich dir. Auch das kann ich noch machen! Kommen dir diese Antworten auch so bekannt vor wie mir? Nein zu sagen ist manchmal sehr schwer. Frage dich, ob du es wirklich willst, oder ob du dich „nur“ verpflichtet fühlst, oder ob du nur ja sagen würdest damit du dich nicht als Egoist fühlst. Übe nein zu sagen, zum Beispiel wenn dir eine Verkäuferin etwas andrehen will, oder du für eine Teilnahme an einer Umfrage überrumpelt wirst.

4. Bewegung und frische Luft

Es gibt kaum eine wirksamere „Therapie“ als Bewegung und frische Luft zusammen kombiniert. Und nicht Bewegung im Fitnessstudio, denn dort wirst du kaum vom Alltag loslassen können. Geh in den Wald laufen, spazieren, walken, Pilze sammeln… Was auch immer! Die Musik und das Handy bleibt dabei zu Hause. Sport an der frischen Luft wirkt Wunder, und ersetzt den Psychotherapeut 😉

5. Schlaf Kindlein schlaf

Zu wenig Schlaf hat nicht nur Konsequenten für unsere Konzentration, den Stoffwechseln und das Immunsystem. Unsere Laune und Nerven sind ebenso davon betroffen, denn wer wenig schläft ist nicht ausgeglichen und ebenso sind die Nervenseile etwas schwächer und ist damit stressanfälliger und reizbarer. Wer genügend schläft, hat es also deutlich angenehmer!

So, nun wünsche ich euch in diesem Falle einen entspannten Abend =)

♥Nadine

Nur der Mann im Mond…

Ich bin hellwach, wälze mich von Seite zu Seite. Die Hitze in meinem Körper ist schier unangenehm, die Gedanken kreisen in einem wilden Wirbelsturm im Kopf umher. Nun drehe ich mich auf den Bauch und stosse mit den Füssen die Decke weg. Die Uhr zeigt 2:15 Uhr an, draussen ist es stockdunkel. Irgendwo ist noch ein Auto unterwegs, eine Katze miaut vehement. Ich denke noch ein bisschen nach, der Wirbelsturm hat sich noch nicht beruhigt. Einen Blick aufs Handy, keine neue Nachricht. Schon wieder ein Auto. Vielleicht habe ich ja Durst? Ein Glas Wasser. Es ist ein bisschen warm hier. Öffne das zweite Fenster. Wie viele Stunden könnte ich noch schlafen? Rechnen im Kopf. Ich drücke meine Augen zu und zwinge mich an Schlaf zu denken, bin schon fast verzweifelt. Irgendwann dann, mit Tränen in den Augen, gleite ich endlich in den Schlaf hinüber… Nächste Nacht dasselbe, im komme wieder nicht zur Ruhe. Völlig erschöpft und übermüdet starre ich die Decke an, versuche Schäfchen zu zählen. Doch das regt erst recht wieder zum Denken an. Den Tag durch fallen mir fast die Augen zu, in der Nacht liege ich hellwach in meinem Bett. Nach ein paar Seiten in meinem Buch, wird es nicht besser. Drehe mich nach rechts, drehe mich nach links. Bin aufgewühlt und grundlos nervös.

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Manchmal gibt es Phasen, in der man einfach nicht zur Ruhe kommt. Sei es aus Stress, Liebeskummer oder sonst etwas eher Ungewöhnliches. Abschalten ist schwierig bis unmöglich, zähneknirschend versucht man einzuschlafen. Was hilft denn dagegen?

Vor dem Schlafengehen die Fenster öffnen, frische Luft ist wichtig für einen gesunden Schlaf. Wer nicht bei offenem Fenster schlafen kann, soll sicher 20 Minuten vor dem Zubettgehen das durchlüften

Sich ein richtiges, kuscheliges Nachtlager erstellen. Viele Kissen und Decken der Jahreszeit entsprechend. Frische Bettwäsche und morgens bitte das Nachtlager wieder aufräumen!

Handy aus, Laptop weg. Räume alle elektronischen Geräte aus dem Zimmer. Denn Facebook, Whats App und Insta sind nicht gerade schlafförderlich. So kann der Kopf besser zu Ruhe kommen.

Bewegung, Bewegung, Bewegung! Wer durch den Tag arbeitet, nach Hause kommt und bis zum Schlafen gehen fernseh guckt oder sich mit dem Laptop beschäftigt, hat häufiger Mühe mit einschlafen. Darum Sport machen und bewegen, denn so kann der Kopf abschalten, und der Körper wird ebenso müde.

Einen Schlaftee trinken! Beruhigende Kräuter helfen einen Gang runter zu schalten.

Und nun, gute Nacht!

♥Nadine

 

Weglaufen bringt nichts.

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Manchmal möchte man vor allem und jeden davonrennen. Rennen bis die Lunge sticht, rennen bis die Beine einem nicht mehr tragen, rennen bis in die Fremde. Weg von allen Problemen, Fragen und Verpflichtungen. Es gibt Tage, an denen man einfach nicht mehr weiter weiss. Ob richtig oder nicht richtig, Entscheidungen können immer falsch fallen. Ich habe mich verlaufen in einem Labyrinth, aus dem ich nicht mehr herausfinde. Sag ich ja meine ich eigentlich nein, der Kopf weiss selber nicht mehr wo er steht. Versuche ich pro und kontra abzuwägen, surrt es wie in einem Bienenhaus. Eine Entscheidung kann ich nicht treffen, aus Angst davor die falsche zu wählen.

Wenn man sich zu sehr in einem Gefühlschaos bewegt, beginnt man irgendwann zu zweifeln. Jeder Schritt, jede Bedeutung eines Wortes und jede Situation wird durchgehend analysiert. Momente der Zweifel, viele nachdenklichen Augenblicke und unsichere Gedanken werden noch einmal durchgekaut. Von jeder Seite her wird beleuchtet und betrachtet, gedreht und gekehrt. Und was kommt dann am Schluss aus, das Fazit einer verzwickten Situation? Egal die ich es drehe, das Resultat ist immer dasselbe. Der Kreis schliesst sich, ich drehe es so lange, bis ich den Fehler nur bei mir selbst finde.

Manchmal nehmen Gefühle und Befinden so viel Raum und Energie im Leben ein, dass es einfach raus muss. Klar, es brodelt in einem und viel Male kann man es niemandem erzählen und zeigen, alles muss man mit sich selbst ausmachen. Alles was man in solchen Situationen möchte, ist Rückhalt und Zuspruch. Irgendwann erdrücken einem die Gefühle, der innere Druck wird zu gross. Dann muss man über den eigenen Schatten springen und darüber reden oder um Unterstützung bitten. Die Etikette zu wahren bringt in solchen Situationen nicht immer etwas.

Und irgendwann machen die Wolken Platz für Sonnenschein. Kopf abschalten, ablenken, Arme ausbreiten, sich drehen, sich fallen lassen. Durchatmen.

Eine Blumenwiese mit vielen bunten Blumen in den Farben Gelb, Orange, Blau und Weiß.

♥Nadine

International Bakery: Limettenkuchen aus Westafrika

Mein neueres Backbuch mit Rezepten aus aller Welt motiviert mich, über meinen Teigschüsselrand zu schauen. Seither füllen exotische, fremde und interessante Gerüche die Luft in meiner Küche. Einmal riecht es nach feurigen Gewürzen, ein andermal nach Kokosnuss und wieder ein andermal nach Safran. Ich finde es extrem interessant, wie in anderen Länder nicht nur anders gekocht, sondern eben auch anders gebacken wird. Bei uns läuft das Prozedere eines stinknormalen Kuchen immer nach gleicher Manier ab. Zucker und Butter zu einer hellen Masse verarbeiten, Eier beifügen. Nun das Mehl mit dem Backpulver gemischt unterheben. Ja ich weiss, es kommt euch sehr bekannt vor. Werden wir doch ein bisschen kreativ und versuchen uns in neuen Herausforderungen. Ihr werdet staunen was alles möglich ist! Ich habe ein Rezept entdeckt, bei dem der Kuchen in einem Wok „gebacken“ wird. Potztuusig, so etwas kommt ganz sicher auf meine Must-do Liste. Mein erstes Rezept aus der International Bakery Reihe ist eigentlich nicht sonderlich spektakulär in der Herstellung, passt aber wunderbar in den Sommer. Herrlich erfrischende Limette gibt dem Kuchen das gewisse Etwas. Ideal für warme Temperaturen, wenn deftige Schokolade nicht gleich zur ersten Wahl wird.

 DSC_0029 Habt ihr schon einmal so eine grüne Limette gesehen? 😉

Zutaten

200g Zucker

35g Butter

2 Eier verquirlt

200g Mehl

2 TL Backpulver

1 Limette, deren Saft

Anleitung

Backofen auf 180 Grad vorheizen, Springform vorbereiten.

Zucker mit Butter luftig schlagen, verquirlte Eier und Limettensaft kräftig unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und portionenweise unterheben.

Kuchen ca. 25 Minuten backen, in der Form abkühlen lassen, aus der Form nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Für eine Glasur kann 400g Puderzucker, 1 Limette deren Saft und grüne Lebensmittelfarbe gemischt werden. Oder so wie ich, einfach mit Limettenscheiben belegen. Die Scheiben aber vorher auf einem Küchentuch trocknen lassen.

Das Rezept stammt aus dem Buch Global Bakery von Anna Weston

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Vielleicht habt ihr gemerkt, das Rezept ist eigentlich genau so ein Standard Klischee Rezept wie oben beschrieben. Aber wenn er so lecker ist machen wir natürlich eine Ausnahme. Schliesslich kommt das leckere Ding aus Westafrika =)

♥Nadine

Stay cool! #Hitzebeständig

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Es! Ist! Heiss! Jammern auf hohem Niveau, aber es ist wirklich heiss. Schweissausbrüche beim Wäsche aufhängen, Literweise trinken und immer noch durstig, keine Lust auf backen und an kochen ist erst gar nicht zu denken. Man wird ein bisschen faul, wird träge und manchen ist es zu heiss für Sport. Gelaterias machen den Umsatz des Jahres, die Seestrände und Badis sind überfüllt, überall reihen sich Badetuch an Badetuch. In der Nacht wälzen wir uns von Seite zu Seite, an Schlaf ist überhaupt nicht denken. Um cool zu bleiben, habe ich ein bisschen nach Abkühltricks gesucht, hier sind meine Top 10!

1. Jaja, eine kalte Dusche ist herrlich erfrischend, kühlt sie uns aber wirklich ab? Nein, denn mit dem kalten Wasser, wird dem Körper mitgeteilt, dass er wärmen muss. Also besser nicht zu kühl, sondern eher lauwarm duschen. Wechselduschen helfen auch!

2. Viel trinken sagt uns allen etwas. An heissen Tagen darf zwischen 3-4 Liter getrunken werden. Verzichtet am besten auf Alkohol, Süssgetränke und Kaffee, denn das belastet unseren Körper zusätzlich. Salbeitee hilft übrigens um starkes Schwitzen zu reduzieren. Guter Tipp, über Nacht eine Karaffe Wasser mit 1 Beutel Schwarztee z.B. mit Pfirsichgeschmack in den Kühlschrank stellen, am nächsten Morgen hast du einen leckeren Eistee.

3. Das Zuhause in der Nacht gut durchlüften. Am besten die Storen runterlassen und alle Fenster weit öffnen. Durch den Tag die Storen unten lassen, und vor allem die Fenster wieder schliessen.

4. Leichte Mahlzeiten essen. Hamburger, Pommes-Frites und sonstiges fettiges Essen belastet den Kreislauf zusätzlich und liegen unangenehm schwer im Magen. Besser zu Salate, Gemüse und Früchte greifen.

5. Luftige Kleidung tragen, nichts ist unangenehmer als enge Kleidung kombiniert mit Hitze! Jeans bleiben im Schrank, Leinen und leichte Baumwolle sind das richtige bei heissen Temperaturen.

6. Zum Schlafen nur den Bettüberzug oder eine leichte Decke brauchen. In diesen Tagen die Bettwäsche öfters waschen, da mehr geschwitzt wird. Vor dem Schlafengehen das Zimmer gut durchlüften. Den Ventilator nie direkt auf das Bett richten, das gibt Halsweh!

7. Hohe Anstrengungen durch Sport vermeiden durch den Tag. Natürlich es gibt Leute, mich eingeschlossen, die möchten auch an heissen Tagen nicht gerne auf Sport verzichten. Geh entweder spät Abends oder am Morgen früh. Der Wald bietet einen angenehm kühlen Ort um zu trainieren!

8. Bettflaschen/Wärmeflaschen umfunktionieren. Einfach die Flaschen wie gewohnt mit Wasser füllen und für ca. 2 Stunden im Kühlschrank deponieren.

9. Über die Unterwarme kaltes Wasser laufen lassen. Das erfrischt und unterstützt das Herz Kreislauf System im Kampf gegen die Hitze. Eiswürfel gegen die Schläfe drücken hilft ebenso.

10. Ab ins Wasser! Eine Abkühlung im kalten Nass ist immer herrlich. Sei es in der Aare, im See oder im Freibad. Sonnencreme nicht vergessen und einen Hut tragen! Sonnenbrand auf der Kopfhaut ist schmerzhaft…

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Da wir uns nun inmitten des Schweizer Hochsommer befinden, passt doch ein Iced Coffee super gut!

Zutaten

6-10 Eiswürfel

1 doppelten, ausgekühlten Espresso

2 dl Milch

1 dl Kokosmilch

evt Ahornsirup und Vanillepulver zum Süssen

Alles in einen Mixer geben, zerkleinern und sofort kühl geniessen!

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♥Nadine